Der „White Screen of Death“ (WSOD) ist einer der beängstigendsten WordPress-Fehler: Beim Laden der Seite wird nichts angezeigt, sondern lediglich eine leere, weiße Seite. Neuere WordPress-Versionen zeigen stattdessen häufig folgende Meldung an: „Auf der Website ist ein kritischer Fehler aufgetreten.“ Die gute Nachricht ist, dass sich das Problem fast immer beheben lässt und die Inhalte nicht verloren gehen.
Was könnte die Ursache sein?
Die häufigsten Ursachen:
- ein fehlerhaftes oder mit der WordPress- bzw. PHP-Version nicht kompatibles Plugin,
- eine fehlerhafte oder veraltete Vorlage,
- Überschreitung der PHP-Speichergrenze,
- ein unterbrochener Aktualisierungsvorgang,
- Nach einem PHP-Versionswechsel funktioniert ein älteres Plugin nicht mehr mit der neuen Version.
Sollte der Fehler nach einem Update oder der Installation eines Plugins aufgetreten sein, ist dies höchstwahrscheinlich die Ursache.
1. Sehen Sie sich die E-Mail zur Wiederherstellung an
Seit WordPress 5.2 werden E-Mails über kritische Fehler an die E-Mail-Adresse des Website-Administrators gesendet. In der E-Mail wird angegeben, welches Plugin oder welches Theme den Fehler verursacht hat, sowie ein Wiederherstellungslink bereitgestellt, über den Sie sich im Control Panel anmelden und das fehlerhafte Plugin deaktivieren können. Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam-Ordner.
2. Aktivieren Sie die Fehlerprotokollierung
Die tatsächliche Fehlermeldung wird im WordPress-Fehlerprotokoll angezeigt. Fügen Sie in der Datei „wp-config.php“ vor der Zeile „/* That's all, stop editing! */“ folgenden Eintrag ein:
define('WP_DEBUG', true);
define('WP_DEBUG_LOG', true);
define('WP_DEBUG_DISPLAY', false);
Laden Sie die Seite erneut und öffnen Sie anschließend die Datei „wp-content/debug.log“: Die letzten Zeilen zeigen den Pfad der fehlerhaften Datei an (beispielsweise „wp-content/plugins/bovitmeny-neve/...“). Deaktivieren Sie nach Abschluss der Fehlersuche die Protokollierung (WP_DEBUG auf „false“ setzen), da die Protokolldatei mit der Zeit sehr groß werden kann. Ausführlichere Informationen zu dieser Einstellung finden Sie in unserem Artikel über WP_DEBUG; wie Sie das Protokoll an einem Ort speichern, der über das Internet nicht zugänglich ist, erfahren Sie in unserem Knowledge-Base-Artikel zum Debug-Modus. Bei cPanel-Hosting werden schwerwiegende PHP-Fehler auch ohne Debug-Modus in die Datei „logs/php.error.log“ im Home-Verzeichnis geschrieben.
3. Deaktivieren Sie die Plugins
Benennen Sie im cPanel-Dateimanager oder per FTP den Ordner „wp-content/plugins“ um (beispielsweise in „plugins-old-ra“). Dadurch werden alle Plugins deaktiviert. Sollte die Seite dadurch wieder funktionieren, benennen Sie den Ordner zurück und suchen Sie das fehlerhafte Plugin, indem Sie die Plugins nacheinander umbenennen. Mit WP-CLI ist es einfacher: „wp plugin deactivate --all“, anschließend nacheinander „wp plugin activate bovitmeny-neve“. Sollte nach einem Update ein einzelnes Plugin als Ursache in Frage kommen, beschreibt der Artikel zum 500-Fehler nach einem Plugin-Update die gezielte Deaktivierung.
4. Überprüfen Sie die Vorlage
Sollte das Deaktivieren der Plugins nicht helfen, benennen Sie bitte den Ordner des verwendeten Themes unter „wp-content/themes“ um. WordPress wechselt in diesem Fall zu einem Standard-Theme (z. B. Twenty Twenty-Five), sofern dieses installiert ist.
5. Erhöhen Sie das PHP-Speicherlimit
Die Fehlermeldung „Allowed memory size exhausted“ weist darauf hin, dass das Speicherlimit überschritten wurde. Der Wert für „memory_limit“ kann in der Datei „.user.ini“ erhöht werden; weitere Informationen hierzu finden Sie im Artikel zur Verwendung der Datei „.user.ini“; bei cPanel-Hosting kann dies auch über die Oberfläche „Select PHP Version“ eingestellt werden.
6. Stellen Sie die Sicherung wieder her
Sollten Sie die Ursache nicht finden können oder eine dringende Wiederherstellung erforderlich sein, stellen Sie den Zustand vor dem Auftreten des Fehlers anhand der täglichen Sicherung wieder her; die einzelnen Schritte werden im Artikel zur Wiederherstellung einer WordPress-Sicherung beschrieben.
Sollte das Problem danach weiterhin bestehen, wenden Sie sich bitte an unseren Support: In den serverseitigen Protokollen lässt sich die Ursache in der Regel genau feststellen.