WooCommerce ist das beliebteste Plugin für den Online-Shop-Bereich von WordPress, mit dem Sie aus einer bestehenden Website in wenigen Schritten einen vollwertigen Online-Shop aufbauen können. Dieser Artikel behandelt die Grundeinstellungen vor dem Start; Informationen zum für den Online-Shop erforderlichen Hosting sowie zu den weiteren Schritten finden Sie in unserem Blog in der Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation von WooCommerce.
Vor dem Start
- SSL-Zertifikat: Aufgrund der Zahlungs- und personenbezogenen Daten muss der Online-Shop über HTTPS laufen. Die Umleitung der Website auf HTTPS wird in einem separaten Artikel behandelt.
- Aktuelle WordPress- und PHP-Versionen: WooCommerce erfordert stets die neuesten Versionen von WordPress und PHP. Die PHP-Version lässt sich im cPanel einstellen.
- Sicherung: Wenn Sie die Installation auf einer bestehenden Website vornehmen, erstellen Sie zuvor eine Sicherungskopie.
1. Installation des Plugins
Öffnen Sie im WordPress-Adminbereich den Menüpunkt „Plugins > Neues Plugin hinzufügen“ (Plugins > Add New Plugin), suchen Sie nach „WooCommerce“, installieren Sie es und aktivieren Sie es. Sie können es auch über das WP Toolkit installieren, und zwar auf der Registerkarte „Plugins“ Ihrer Website.
2. Der Einrichtungsassistent
Nach der Aktivierung startet WooCommerce den Einrichtungsassistenten. Hier müssen Sie angeben, ob Sie ein Unternehmen gründen, bereits verkaufen oder den Shop für einen Kunden einrichten, sowie den Namen des Shops, die Art der Produkte, das Land des Shops und Ihre E-Mail-Adresse. Die empfohlenen Plugins müssen nicht zwingend installiert werden: Wählen Sie nur diejenigen aus, die Sie tatsächlich benötigen, da jedes Plugin die Seite verlangsamen kann. Am Ende des Assistenten hilft Ihnen auf der Seite „WooCommerce > Startseite (Home)“ eine Aufgabenliste bei den weiteren Schritten.
3. Allgemeine Einstellungen
Auf der Seite „WooCommerce > Einstellungen > Allgemein“ (Settings > General):
- Geben Sie die Adresse des Geschäfts an (diese wird auf Briefen und Rechnungen angegeben),
- Wählen Sie aus, in welche Länder Sie verkaufen und liefern,
- Die Währung sollte der ungarische Forint (Ft) sein; bei den Preisen in Forint empfiehlt es sich, die Anzahl der Dezimalstellen auf 0 zu setzen,
- Wenn Sie die MwSt. verwalten möchten, aktivieren Sie bitte die Option „Steuersätze und Steuerberechnungen aktivieren“ (Enable tax rates and calculations).
4. Besteuerung
Legen Sie auf der Registerkarte „Steuer“ (Tax), die nach der Aktivierung angezeigt wird, fest, ob Sie die Produktpreise brutto oder netto angeben möchten, und tragen Sie die erforderlichen Mehrwertsteuersätze ein. In Ungarn beträgt der allgemeine Steuersatz 27 %, für bestimmte Produkte und Dienstleistungen gelten 18 % oder 5 %. Bitte klären Sie mit Ihrem Buchhalter, welcher Steuersatz für Ihre Produkte gilt und ob ein Plugin erforderlich ist.
5. Zahlungsarten
Aktivieren Sie auf der Seite „WooCommerce > Einstellungen > Zahlungen“ die gewünschten Zahlungsmethoden: Banküberweisung, Nachnahme sowie Kreditkartenzahlung über einen Zahlungsdienstleister. Die meisten nationalen und internationalen Zahlungsdienstleister bieten ein eigenes WooCommerce-Plugin an; installieren Sie dieses stets von der offiziellen Website des Anbieters oder aus dem Plugin-Repository von WordPress.org.
6. Lieferung
Legen Sie auf der Registerkarte „Versand“ Versandzonen an (z. B. Ungarn, Europäische Union) und geben Sie für jede Zone die Versandarten an: Pauschalgebühr, kostenloser Versand ab einem bestimmten Bestellwert oder persönliche Abholung. Für den Versand über Paketautomaten und Kurierdienste sind die entsprechenden Plugins der jeweiligen Anbieter erforderlich.
7. Produkte und rechtliche Hinweise
Laden Sie die Produkte unter dem Menüpunkt „Produkte > Neu hinzufügen“ hoch (Name, Beschreibung, Preis, Bilder, Lagerbestand). Für die Eröffnung des Shops sind außerdem die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Datenschutzerklärung und die Widerrufsbelehrung erforderlich; bitte besprechen Sie deren Inhalt mit einem Rechtsanwalt oder Steuerberater.
Überprüfung vor dem Start
Führen Sie eine Testbestellung mit jeder Zahlungsmethode durch und überprüfen Sie, ob die Benachrichtigungs-E-Mails für Kunden und Administratoren eintreffen. Die Bestell-E-Mails werden auf das E-Mail-Kontingent Ihres Webhostings angerechnet: Bei den WordPress-Hosting-Paketen können stündlich 100 bis 300 E-Mails versendet werden, was für die meisten Start-up-Shops ausreicht, für den Versand eines Newsletters jedoch nicht.
Leistung und Sicherheit
Ein Online-Shop stellt eine größere Belastung dar als eine einfache Präsentationsseite, da die Seiten des Warenkorbs und der Kasse nicht zwischengespeichert werden können. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel „Wie kann ich meine WordPress-Seite beschleunigen?“. Das offizielle englischsprachige Video von WooCommerce zeigt die Einrichtung des Shops und das Hochladen der ersten Produkte: