Statisches Hosting ist eine Art des Webhostings, bei dem fertige Dateien bereitgestellt werden: Der Server führt keine Programme aus und fragt keine Datenbanken ab, sondern sendet die hochgeladenen HTML-, CSS-, JavaScript-, Bild- und Videodateien unverändert an den Browser des Besuchers. Aus diesem Grund kann er auch mit geringen Ressourcen sehr viele Anfragen bedienen.
Was gilt als statischer Inhalt?
Alle Dateien, die jedem Besucher denselben Inhalt anzeigen und nicht erst zum Zeitpunkt der Anfrage generiert werden: einfache HTML-/CSS-/JavaScript-Seiten, Bilder, Videos, PDF-Dateien und andere herunterladbare Dokumente sowie Websites, die mit statischen Seitengeneratoren (Jekyll, Hugo, Gatsby, Eleventy) erstellt wurden. Diese Generatoren erstellen die fertigen HTML-Dateien auf Ihrem eigenen Rechner oder im Rahmen eines CI-Prozesses; auf dem Webhost wird lediglich das Endergebnis bereitgestellt.
JavaScript wird im Browser ausgeführt, sodass auch eine statische Seite interaktiv sein kann: Menüs, Galerien, Karten, eingebettete Videos oder ein an einen externen Dienst gesendetes Formular funktionieren darauf einwandfrei.
Wodurch unterscheidet sich dieser Dienst vom klassischen Webhosting?
Das klassische Webhosting umfasst PHP sowie eine MySQL-kompatible Datenbank und eignet sich daher auch für den Betrieb von Content-Management-Systemen (WordPress, Joomla) und Online-Shops. Im Gegensatz dazu bieten unsere Webhosting-Pakete:
- Es läuft ein Nginx-Webserver, der für die Bereitstellung statischer Dateien optimiert ist und auf einem PCIe-NVMe-Speicherlaufwerk betrieben wird;
- Sie können die Dateien per SFTP hochladen; ein SSH-Zugriff (Befehlszeile) ist nicht möglich;
- Es gibt kein PHP, Node.js, Python und keine Datenbank, und es können auch keine Postfächer angelegt werden, sondern lediglich E-Mail-Weiterleitungen eingerichtet werden;
- Dazu gehören ein kostenloses SSL-Zertifikat, tägliche Backups und DDoS-Schutz;
- Die Pakete unterscheiden sich lediglich hinsichtlich des Speicherplatzes (5–100 GB) und des monatlichen Traffics (50–1000 GB).
Da der Server auf Nginx läuft, werden die Regeln der für Apache geschriebenen .htaccess-Dateien (Weiterleitungen, Sperren) hier nicht berücksichtigt.
Wann sollten Sie sich dafür entscheiden?
- für selten aktualisierte Vorstellungs-, Portfolio- oder Kampagnenseiten;
- für Websites und Dokumentationen, die mit einem statischen Seitengenerator erstellt wurden;
- Zur Bereitstellung von hochauflösenden Bildern, Videos und herunterladbaren Dateien, auch als Medienspeicher für eine andere Website.
Wann ist dies nicht geeignet?
Wenn Ihre Website ein Content-Management-System (WordPress, WooCommerce) nutzt, eine Benutzeranmeldung, einen Warenkorb oder ein eigenes PHP-Kontaktformular erfordert, ist statisches Hosting nicht geeignet. In diesem Fall ist Webhosting oder WordPress-Hosting die richtige Wahl.
Hochladen und Überprüfen
- Stellen Sie über einen SFTP-Client (FileZilla, WinSCP, Cyberduck) eine Verbindung her, wobei Sie die Daten verwenden, die Sie bei der Einrichtung Ihres Webhosting-Kontos erhalten haben.
- Bitte laden Sie die Dateien der fertigen Website in das Stammverzeichnis Ihrer Website hoch. Bei Generatoren muss der Inhalt des Ausgabeordners hochgeladen werden (Jekyll:
_site, Hugo:public), nicht die Quelldateien. - Öffnen Sie die Domain in Ihrem Browser und überprüfen Sie die Bilder, die Stylesheets und die Unterseiten.
Häufige Fehler
- Fehlende Datei „
index.html“: Diese Startdatei muss im Stammverzeichnis und in jedem Unterverzeichnis vorhanden sein. - Groß- und Kleinschreibung: Der Server unterscheidet zwischen den Namen „
Logo.png“ und „logo.png“, was auch bei einer auf dem eigenen Rechner betriebenen Website dazu führen kann, dass das Bild nicht angezeigt wird. - Falsche Basis-URL: Wenn in den Einstellungen des Generators die Entwickleradresse (z. B.
localhost) beibehalten wurde, werden die Links und Stylesheets nicht geladen.
Einen ausführlicheren Vergleich finden Sie in unserem Blog: Statisches Hosting für Websites: Vergleich und Leitfaden zur Auswahl.